Diagnostische Unterlagen
Um das tatsächliche Ausmaß von Zahnfehlstellungen und den Umfang der erforderlichen Behandlungsmaßnahmen zu erkennen, müssen detaillierte Befunde von Kiefer, Kiefergelenk, Zähnen, Zahnhalteapparat, Zahndurchbruch, Wachstumstendenzen, Muskeln, Lippen und Zunge erhoben werden.
Zur Erhebung der diagnostischen Unterlagen gehören:Abdrücke der Zähne zur Erstellung von Gipsmodellen
Mit Hilfe der Abdrücke der Zähne werden Gipsmodelle erstellt. Sie geben die dreidimensionale Situation der Zahn- und Kieferbeziehung im Mund exakt wieder und dienen als Arbeitsgrundlage für 3-D-Analysen und Diagnoseerstellung.
Digitale Fotos der Zähne und des Gesichts
Zu Beginn der Behandlung werden vom Patienten mit einer digitalen Fototechnik Fotos vom Gesicht, Profil und den Zähnen erstellt und am Computer ausgewertet. Mit Hilfe der digitalen Fotoanalyse werden das Gesichtsprofil, der Lippenverlauf, die Lachlinie und Gesichtsasymmetrien bewertet.
Digitale Röntgenaufnahmen der Zähne und des Gesichtsschädels
- Panoramaschichtaufnahme (OPG) Strahlenarme Übersichtsaufnahme der Kiefer mit sämtlichen Zähnen und Zahnanlagen.
- Fernröntgenseitenaufnahme (FRS) Aufnahme des seitlichen Schädels. Sie zeigt die Relation der Kiefer zueinander und macht eine Wachstumstendenz-Analyse möglich.
- Handwurzelröntgenaufnahme (HWA) Aufnahme des Handskeletts mit der Möglichkeit zur Bestimmung, der Wachstumsphase und des zu erwartenden Wachstums.
Kiefergelenksuntersuchung
Bei der Kiefergelenksuntersuchung werden die Strukturen des Kiefergelenksapparates und der Kaumuskulatur untersucht. Bei der instrumentellen Funktionsanalyse werden alle dreidimensionalen Bewegungen der Kiefergelenke aufgezeichnet und ausgewertet. (s. Computergestützte Funktionsanalyse)
Allgemeine Untersuchung des gesamten Kauorgans
Mittels computergestützter Analyseverfahren werden alle Befunde ausgewertet und die kieferorthopädische Diagnose gestellt.
